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Chancen für Langzeitarbeitslose

Bernd Lang (Name geändert) ist 44 Jahre alt und hat nie richtig ins Erwerbsleben gefunden. „Ich hatte Schwierigkeiten in der Schule und habe das Gymnasium abgebrochen. Danach habe mich mit Zeitarbeitsjobs über Wasser gehalten“, erzählt Lang. Seit einem Jahr arbeitet Lang im Verkauf von Retour, der Gebrauchtwarenbörse der BruderhausDiakonie in Tübingen. Das Jobcenter hatte ihm die Arbeitsgelegenheit verschafft.

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"Früher war ich depressiv und immer wieder arbeitslos. Irgendwann wollte ich gar nicht mehr aufstehen. Bei Retour bin ich anders geworden. Ich habe Selbstvertrauen gewonnen und habe viel gelernt." Nachhaltigkeit ist Lang wichtig. Mit Retour landen die Dinge nicht auf dem Müll, sondern werden wiederverwertet. "Ich tue etwas Sinnvolles", fasst Lang zusammen.

Chancen nutzen

Seit fast zwei Jahren arbeitet auch Eva Kurz, Name geändert, bei Retour. Die gelernte Zahnarzthelferin war davor arbeitslos und alkoholabhängig. Sie mag ihre Arbeit im Verkauf, hat immer ein offenes Ohr für die Kunden. Die Mutter von zwei Töchtern möchte eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau machen. Dank der Berufserfahrung, die sie bei Retour sammeln konnte, hat sie gute Chancen.

Ihre Spende hilft doppelt
In der Gebrauchtwarenbörse Retour in Tübingen finden Menschen in schwierigen Lebenslagen Arbeit. Gleichzeitig können Menschen mit niedrigen Einkommen im Möbel- und Flohmarktladen günstig einkaufen.

Pro Jahr betreuen die Fachkräfte von Retour 40 Langzeitarbeitslose. Retour trägt sich größtenteils aus Mitteln der Arbeitsagentur und des Landkreises. Um die Kosten für Miete, Fahrzeugunterhalt, Werkzeuge oder gemeinsame gesunde Mahlzeiten zu decken, ist Retour auf Spenden angewiesen.  

Danke für Ihre Spende zugunsten der sozialen Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten bei Retour!

Menschenwürdig arbeiten und einkaufen

Das Bild zeigt "Retour", das Gebrauchtwaren-Kaufhaus. Foto: Thomas Niethammer

Gabriele Buntz leitet die Mitarbeiter im Flohmarktladen an. Sie findet es gut, dass bei Retour alle Menschen gleich willkommen sind. „Niemand soll spüren, an wen sich die günstigen Angebote in erster Linie richten. Für uns sind alle Kunden gleich. Studenten, Bewohner des Viertels, Flüchtlinge, Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen“, sagt sie.
 

Kontakt

Renate Polarzyk-Oldiges Leitung Sozialdienst BruderhausDiakonie
Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg
Region Freudenstadt, Tübingen, Zollernalb

Lilli-Zapf-Straße 3
72072 Tübingen

Telefon 07071 360924